Interkulturelles Verständnis
Interkulturelle Kompetenz
Wir leben in einer Welt, in der die Dimensionen immer weiter zusammen wachsen. Menschen, soziale Gruppen, Organisationen, Gemeinden, Gesellschaften und Staaten mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen und Prägungen treffen im täglichen Leben und in der Arbeitswelt zusammen. Durch die zunehmende Globalisierung gewinnt das interkulturelle Verständnis zunehmend an Bedeutung.
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Unsere Nationalität und unsere Religion bestimmt wesentlich mit: „Wer wir sind“ und „Wie wir uns benehmen“...
sie hat einen direkten psychologischen Einfluss auf die Art und Weise unseres Denkens und Handelns. Unser Denken wird von frühester Kindheit geprägt und was dem Einen normal vorkommt erscheint dem Anderen absurd. Man bedenke beispielsweise das Tragen von Make-Up oder Unterschiede in der Art der Kleidung (z.B. Anzüge oder Kopftuch). Ganz gleich, wo man lebt, beobachtet man zweifellos, dass die Religion und die Kultur das Leben von Menschen beeinflusst.
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Als Gesellschaft Freiräume zum Leben und Erleben von Andersartigkeit zu schaffen...
und als Individuen Sensibilität und Selbstvertrauen zu entwickeln, so dass Verständnis anderer Verhaltensweisen und Denkmuster einerseits entstehen aber ebenso die Fähigkeit, den eigenen Standpunkt transparent zu vermitteln, um verstanden und respektiert zu sein, Flexibilität zu zeigen, wo es möglich ist und klar zu sein, wo es notwendig ist.
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Interkulturelles Lernen
Um als Mensch verantwortungsbewusst handeln zu können, bedarf des der Schulung und eines lebenslangen interkulturellen Lernens. Interkulturelles Lernen ist auch ohne Sprachkenntnisse möglich, denn Ziel ist das Fremdverstehen, eine sogenannte Form des sozialen Lernens, welche eine erfolgreiche Kommunikation und Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturen erst möglich macht. Hierbei ist es von besonderer Bedeutung, vorurteilsfrei frühere Erfahrungen mit einzubeziehen und über eine ausgeprägte Bereitschaft zum Dazulernen zu verfügen.
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Was hat interkulturelles Verständnis mit Religion zu tun ?
Viele Menschen finden unseren Ansatz, unsere Projekte und Betrachtungsweisen gut und richtig und doch fragen sie warum die Religionen mit einbezogen werden, denn schließlich haben diese im laufe der Jahrhunderte zu den größten Grausamkeiten geführt! Es gab in der ganzen Menschheitsgeschichte die meisten Kriege im Namen der Religionen. "Religiöse Kriege neigen zu besonderer Heftigkeit. Ist die Ursache religiöser Natur, scheinen Einigung und Versöhnung etwas Böses zu sein!" (Roger Shinn, Prof. für Sozialethik, NY)
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Warum ist der Mensch religiös?
"Die Geschichte der Religion ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Soweit Gelehrte feststellen konnten, hat niemals und nirgendwo ein Volk existiert, das nicht in einem gewissen Sinne religiös war." (New Encycloppaedia Britannica). Was verrät die große Vielfalt der Glaubensausrichtungen in der Welt?
Dass Menschen schon seit Jahrtausenden ein Bedürfnis und Verlangen nach geistigen Dingen haben. Die Menschen leben mit Zweifeln und Fragen und wenden sich ihrem Glauben zu um getröstet und gesegnet zu werden und bringen ihre religiösen Empfindungen unterschiedlichst zum Ausdruck. Selbst wenn wir Religion in dem Sinne definieren, dass sie eine Ergebenheit gegenüber Grundsätzen, Treue, Loyalität, Gewissenhaftigkeit und Zuneigung ist (The Shorter Oxford English Dictionary), dann sind selbst Agnostiker und Atheisten auf irgendeine Art und Weise religiös.
Die Synthese der Religionen und Mythologien
"Alle Religionen, Mythologien und Mysterienschulen sagen auf die eine oder andere Weise, dass der Mensch nicht alleine stehen kann. Er ist mit externen Kräften in der Natur und der Gesellschaft maßgeblich verbunden und sogar abhängig von ihnen. Er ahnt oder weiß, dass er kein unabhängiges Machtzentrum ist, das abseits von der Welt bestehen kann." (Man's Religions von John B. Noss)
Gemeinsamer Nenner - Common Sense
Die meisten Religionen haben eine bestimmte Sammlung von Dogmen und Glaubenssätzen und bilden eine Theologie. Sie dienten in der Zeit ihrer Entstehung als Säulen der Moral, der Einhaltung einer gesellschaftlichen Ordnung und nicht zuletzt zum Schutz des gesellschaftlichen Lebens. Die verschiedenen Religionen zu erforschen und zu beleuchten, hat nichts mit Untreue zur eigenen Religion zu tun, sondern führt zum Verständnis und zur Toleranz gegenüber Menschen, die anderer Ansicht sind bei gleichzeitiger ständiger Überprüfung des eigenen Standpunktes und ausräumen von unbewussten, übernommenen Dogmen und Wertvorstellungen!
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